Human in the digital age: The importance of data in the energy system

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Invited talk at the workshop “Human in the digital age”.

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On June 28th, the Workshop „Mind, Culture and Behaviour in the Digital Age” took place at the University of Klagenfurt. The emphasis of the workshop was on research perspectives and challenges in times of IoT, Big Data, Digital Humanities, and Digitisation. Researchers from the departments of technical sciences, economic sciences, and humanities were invited to deliver a speech.

I gave a talk “on the importance of data in energy systems”. State of the art, work in progress and open research questions were presented. Furthermore, the talk states the research findings of the Smart Grids research group. In particular, the talk presents the following contributions:

Without any doubt data will be among the most important resources in future. Exactly as all other resources data itself is neither good nor bad, it depends for which purposes it is used for.

Deutsche Version

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Die zunehmende digitale Vernetzung der Menschen und ihrer Umwelt (Internet of Humans and Things) eröffnet radikal neue Möglichkeiten im Hinblick auf Verfügbarkeit und Umgang mit Informationen und Wissen. Begriffe wie „Big Data“ oder „Digital Humanities“ sind damit ebenso verbunden wie das sogenannte „postfaktische Zeitalter“. Mit der Digitalisierung lassen sich tiefgreifende Änderungen im menschlichen Verhalten beobachten – teils auch, weil die neuen digitalen Technologien gezielt zur Verhaltensbeeinflussung genutzt werden. Betroffen sind alle Lebensbereiche, wie z.B. Politik, Kultur, Wirtschaft und soziale Interaktion.

Mit der Einführung von Smart Metern in den meisten Haushalten wird klar, dass im Smart Grid sehr viele Daten gesammelt werden. In Zusammenhang mit dem Smart Meter sieht man vordergründig oft die Bedrohung der Privatsphäre, denn eine lückenlose viertelstündliche Aufzeichnung des Stromverbrauchs in einem Haushalt verrät schon sehr viel über die Lebenssituation und Gewohnheiten der Bewohner. Auf der anderen Seite bieten solche Daten, wenn sie ordentlich aufbereitet werden, auch die Chance, den eigenen Stromverbrauch besser kennen zu lernen und dadurch eine effizientere und kostengünstigere Energienutzung zu erreichen. Auch auf anderen Ebenen im Netz spielen Daten eine große Rolle – so können kritische Engpässe schneller erkannt werden oder auf Überschüsse reagiert werden. Mit der Verknüpfung von Sensordaten und Energiemessdaten können schließlich Erträge von Photovoltaik- und Windkraftanlagen genauer vorausgesagt werden oder bevorstehende Ausfälle von Maschinen rechtzeitig erkannt werden. In der Forschung benötigt man Daten zum Entwickeln und Testen neuer Algorithmen und darauf basierender Anwendungen. Manchmal stel-len Forschungsprojekte dazu auch Daten aus Messkampagnen zusammen, wie zum Bespiel den in Kärnten und Italien erstellten GREEND-Messdatensatz mit Geräteverbrauchsdaten aus typischen Haushalten. Solche Daten werden zunehmend als Open Data zur Verfügung gestellt. Dabei sind die verwendeten Daten verfügbar und dürfen von anderen Forscher/innen weiterverwendet werden.

In diesem Vortrag werden die verschiedenen Seiten der Datennutzung und –bereitstellung im Energiesystem vorgestellt und ein Ausblick auf zukünftige Situationen im Umgang mit Daten gegeben.